William Wahl

Wahlgesänge

Sie haben den Wahl. Und zwar ganz für sich. Denn William Wahl traut sich alleine auf die Bühne. Endlich! Bestens bekannt in der a-cappella-Formation basta schüttet er uns nun sein komödiantisches wie melancholisches, sein heiteres wie auch so richtig sarkastisches Herz ganz alleine aus. 

„Wahlgesänge“ also - aber in welche Schublade gehören die nun? Nicht einfach zu sagen. Botschaften, sagt William Wahl jedenfalls, Botschaften solle man von ihm bitte nicht erwarten, er schaffe es ja noch nicht mal, Briefmarken zu kaufen. Das lässt sich getrost als Motto für seine Kunst verstehen, und es ist auch was dran, aber untertrieben ist es dann doch. Denn zwischen den Tönen – lauten und leisen, heftigen und sanften – singt und spricht da jemand sehr wohl davon, wie er sich die Welt vorstellt und wie sie dann doch immer wieder nur ist. 

Seine Stimme, ob gesungen oder gesprochen, begleitet uns mit seinem feinen Humor der kleinen Seitenhiebe bestens durch die Widersprüche des Lebens, gibt uns Leichtigkeit, auch wenn wir schlucken müssen, verleiht den bissigen Ton, wenn es uns alles einfach ein bisschen zu einfach durchgeht. So schwärmen die „Kieler Nachrichten“ von seinem Lied „Der Zirkus am Ende der Welt“, das „mit seinem grotesken Horror wie ein klanggewordener Tim-Burton-Film wirkt“. 

Sie haben die Wahl: Wahlgesänge sind Klavierkabarett ohne K . Oder Lieblings-Songs für Lebenslieber. Romantik für Realisten. Das große Kino im ganz Kleinen. Kabarett ganz ohne Staub. Oder doch ganz anders.

Und am Ende – mag man ihn gar nicht mehr von der Bühne lassen.

 

Vita

William Wahl, geboren 1973 in Bochum, studierte in Köln und Berlin Musik und sammelte als musikalischer Leiter diverser Musicals früh erste Erfahrungen mit den Brettern, die die Welt bedeuten. Bald bestieg er diese selber – seit dem Jahr 2000 ist er Autor und Sänger des Kölner a-cappella-Ensembles „basta“, mit dem er seit nun gut 18 Jahren deutschlandweit unterwegs ist und bisher acht Alben veröffentlicht hat. Bastas WM-Hit „Gimme hope Joachim“ war 2010 mit 8 Millionen Klicks ein echter youtube-Hit und wurde im Radio in Dauerschleife gespielt.

Im Jahr 2012 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album „Wie schön wir waren“. Manchen mag die Melodie der Single-Auskopplung „Lass es schneien“ noch im Ohr sein: sie war Soundtrack der damaligen ARD-Weihnachtskampagne.

Nachdem William Wahl 2013 auf anderen Pfaden wandelte und bei Rowohlt den humoristischen Namensratgeber „500 Namen, die Sie Ihrem Kind besser nicht geben sollten“ veröffentlichte, besann er sich 2014 zurück aufs Musikalische und gründete 2014 zusammen mit Jens Heinrich Classen das Kabarett-Duo „Männer am Klavier“.

Seit 2017 spielt er sein Klavierkabarettsolo „Wahlgesänge“.